A Day In The Life

A DAY IN THE LIFE tauft die JazzWerkstatt Wien ihr diesjähriges Festival, und wer das 2004 gegründete Musiker*innen-Kollektiv kennt, freut sich wie immer auf eigenständige Musik ohne stilistische Eingrenzungen. Künstler*innen kuratieren selbst und laden Ihre Kolleg*innen ein, fordern Sie heraus, Neues zu probieren, stellen scheinbar gegensätzliche Stile nebeneinander. Geboten wird ein abwechslungsreiches Programm, bei dem für Jazz und Improvisation ebenso Platz ist wie für Electronica und Pop. Mindestens so groß ist die Bandbreite der Spielorte.

Die Arbeit der Musiker*in reicht vom stillen Tüfteln im Hintergrund zum energetischen Ausbruch, das Festival stellt unterschiedliche Ansätze gleichberechtigt nebeneinander. Verbindendes Element ist das Spielen als poetische Routine, der Glaube an Musik als Arbeit am Traum. A DAY IN THE LIFE – der gleichnamige Beatles-Song über Ereignissplitter und Alltagstrott dient als Leitlicht und Motto. Wir alle verbringen unsere Tage anders, und jeder endet auf einen anderen Akkord.

Woke up, fell out of bed
Dragged a comb across my head
Found my way downstairs and drank a cup
And looking up, I noticed I was late
Found my coat and grabbed my hat
Made the bus in seconds flat
Found my way upstairs and had a smoke
And somebody spoke and I went into a dream
(The Beatles, „A day in the life“)

Für das Programm verantwortlich:
Rojin Sharafi, Beate Wiesinger, Clemens Salesny, Clemens Wenger, Peter Rom und Manu Mayr
Festival Produktion: JazzWerkstatt Wien, Rania Moslam
Design: Alessia Scuderi
Live-Technik: Dieter Treibenreif, Werner Angerer, Markus Wallner

Das Festival wird gefördert von BMKOES, Stadt Wien Kulturabteilung und SKE-Fonds.
Es gelten die aktuellen Corona Maßnahmen der Stadt Wien – 3G und Maskenpflicht indoor – 2G im rhiz (17. 9.)
Unterstützen sie unser Festival mit einer freien Spende – Dankeschön!

Rhiz

U-Bahnbogen 37, 1080 Wien
Beginn 20:00 Uhr, Eintritt: € 10,-
Es gelten die Corona Maßnahmen der Stadt Wien: 2G (im rhiz) und Maskenpflicht indoor
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Rhiz

Fischer/Cajado/Kovács

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Fischer/Cajado/Kovács

Michael Fischer – tenor- and feedback-saxophone
Vinicius Cajado – bass
Gergely Kovács – drums

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„Die blödeste Frage” an Michael Fischer von
FISCHER/CAJADO/KOVÁCS

Was war die Situation?
Greyhound Zollübergang Kanada, USA in Detroit. Busfahrt von Montreal, mit meinem Kollegen Marcos Baggiani anlässlich unserer USA-Kanada Tour 2013.

Was war sie – die „blödeste Frage“?
„Was ist in der Tasche?” (zeigt auf die Saxofontasche)

Wie hast du dich gefühlt? Was ging dir durch den Kopf?
Veräppelt. Was für ein Trick soll das sein? Worauf will der Beamte hinaus? Aber eigentlich stimmt’s ja, da könnt‘ auch was anderes drin sein! Gibt’s schon Lügendetektoren die per Funk funktionieren?

Wenn die „blödeste Frage“ Musik oder Sound wäre, wie hätte sie geklungen?
Großes Durcheinander in einer klanglichen Textur, alle Klänge kämpfen gegen alle Klänge um Transparenz und Konsistenz.

Wie hast du damals reagiert?
Verwundert geantwortet: „A saxophone?”

Wie würdest du heute reagieren?
Genauso.

Gibt’s noch was dazu zu sagen?
No borders. No nation. Stop deportation.

Anna Tsombanis Trio – “Nikolaos“

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Anna Tsombanis Trio – “Nikolaos“

Anna Tsombanis – tenor saxophone
Andreas Waelti – bass
Herbert Pirker – drums

Artist Link

„Die blödeste Frage” an Anna Tsombanis von
Anna Tsombanis Trio

Folgende Situation hat nicht nur einmal, sondern mehrmals stattgefunden: Ich wurde für ein Rundfunk-Interview gefragt, indem es um mich und meine Musik gehen sollte. Es ist schon einige Zeit her. Bei einem Interview war ich allein, bei dem anderen waren meine Bandkollegen mit anwesend. Die blödeste Frage, die mir in dieser Situation gestellt wurde, war: „Wie fühlt es sich an als Frau im Jazz und wie ist das, wenn man die einzige Frau in einer ganzen Big Band ist?“

Ich glaube, mein erstes Gefühl bzw. mein erster Gedanke war: „Oh man… nicht schon wieder diese Frage!“ Wenn ich im Nachhinein über dieses Interview nachdenke, macht es mich eigentlich ziemlich wütend jedes Mal auf die Gender-Debatte reduziert zu werden. Tatsächlich wurde mir nämlich keine einzige Frage zu meiner Musik gestellt – diese wurden dann an meine Bandkollegen gerichtet.

Den Sound der „blödesten Frage” zu beschreiben, fällt mir ziemlich schwer. Ich bin mir sicher, er würde nicht gut klingen. Vielleicht wie ein schlechter Schlager-Song, der immer wieder im Radio läuft und der einem schon zu den Ohren raushängt.

Damals habe ich ganz normal auf die Frage reagiert und gesagt, dass ich mich mit meinen Bandkollegen sehr wohl fühle, ebenso wie in der Jazzwelt. Die Tatsache, dass mir keine einzige Frage zu meiner Musik gestellt wurde, war mir in diesem Moment gar nicht so bewusst, sondern ist mir erst später aufgefallen, als ich mir das Interview dann selber noch einmal angehört habe.

Kürzlich wurde ich wieder für die Präsentation meines neuen Albums um ein Radio-Interview gebeten. Ich habe schon vorher probiert, mir schlagfertige Antworten zu überlegen für den Fall der Fälle, doch zum Glück war die interviewende Person tatsächlich an meiner Musik interessiert.

Schmack

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Schmack

Andi Holler – tenor saxophone
Philipp Wohofsky – keys
Tobias Wöhrer –bass
Patrick Pillichshammer – drums

Artist Link

“Die blödeste Frage” an Tobias Wöhrer von Schmack

Was war die blödeste Frage, die euch je gestellt wurde? – Der Veranstalter nach dem Konzert: „Wäre weniger Gage für euch auch ok?“

Der gleiche Veranstalter schrieb uns dieses große Schmankerl:
„Dankeschön. Es ist so, wie ich es dunkel in Erinnerung hatte. Eure subtile Spielweise und wie Ihr zusammen spielt, aufeinander hört und die Aufnahmen macht ist genial, aber der Seiltanz an der Wasserscheide von intensiv, eckiger Phrasierung und inhaltlicher Einfachheit lässt in meinem Kopf keine spontane Sehnsucht aufkommen, längere Zeit zuzuhören. Deshalb konnte ich mich damals auch nicht entscheiden. Nach ausgedehnter Gewöhnungsphase und etwas Geduld ging es dann schon ganz gut.
Dass Ihr anscheinend den Nerv der Zeit getroffen habt und die Hoffnung auf eine Brücke zwischen meiner antiquierten Auffassung von Musik und der aktuellen, erfrischend neugierigen jungen Welt mit kreativem Gestaltungswillen verlockt dennoch dazu, Euch in die XXX einzuladen.
Backline gibt es keine (Amps, Ständer, Miks), ein paar XLR-Kabel sind da.
Kohlemäßig 80.- pro Nase fix, Mehreinnahmen Kassa an Euch.“

Wie habt Ihr reagiert? – Damals wie heute: „Nein, danke!“

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produktionen

Die Strottern und JazzWerkstatt Wien

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© Johannes Gellner

Die Strottern und JazzWerkstatt Wien

Klemens Lendl: Violine, Gesang
David Müller: Gitarre, Harmonium, Hammond, Gesang
Clemens Salesny: Saxophon, Bassklarinette, Klarinette
Martin Eberle: Trompete, Flügelhorn
Martin Ptak: Posaune
Peter Rom: Elektrische Gitarre, Banjo
Clemens Wenger: Piano, Rhodes Piano, Keyboards
Bernd Satzinger: Elektrischer und akustischer Bass
Lukas König: Schlagzeug, Percussion, Kalimba

„Olle schaun, olle zaahn, olle drahn“ singen Die Strottern & JazzWerkstatt Wien im ersten Lied ihrer neuen CD „Wo fangts an“. Mit diesen Worten könnte man auch den aktuellen Mundart-Hype in der österreichischen Musikszene beschreiben, für dessen Wiener Ausformung Die Strottern mitverantwortlich zeichnen. Seit vielen Jahren suchen sie nach immer neuen und heute gültigen Ausdrucksmitteln und Themen für das Wienerlied. In Kooperation mit der JazzWerkstatt Wien haben sie mit der CD „Elegant“ erstmals 2009 das Format erweitert: Mit Rhythm-Section, Bläsern, E-Gitarre und Piano wird aus dem Wienerlied-Duo eine kleine Big Band, musikalisch werden Grenzen überschritten. Alle Beteiligten entfernen sich ein Stück weit von ihrem angestammten Terrain, ohne aber ihre eigene Handschrift zu verlieren.

EMBRACING SHITSTORM – A DIVINE SERVICE

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© Ina Aydogan

EMBRACING SHITSTORM – A DIVINE SERVICE

Kristin Gruber – Performance, Text
Peter Rom – Gitarre
Clemens Wenger – Keys, Electronics
Sixtus Preiss – Drums, Electronics
&
…special guests…

Kristin Gruber und die JazzWerkstatt Wien verkünden das Ende der gespaltenen Gesellschaft und laden zur aggressiven Heilmesse EMBRACING SHITSTORM – A DIVINE SERVICE. Als mediales Kollektiv stellen sie sich in den Dienst der Erleuchtungsarbeit und nutzen dafür die heilsame Kraft menschlicher Aggression. Die JazzWerkstatt Wien komponierte dafür eine 90minütige musikalische Messe, ein ritueller Transporter und schwingendes Heilmittel irgendwo zwischen experimenteller Autotune-Liturgie, Poor Bitch Gospel und technoider Mantra-Ape-Trance. Kristin Gruber performt in ihrer Personifizierung als aggressive Ikone irgendwo zwischen Hope-Channel, Wahlkampfrede, Computerspiel-Persönlichkeitstest, Esoterik-Messe und Keynote Speech, erkundet dabei die Gewaltbereitschaft ihres Publikums, initiiert den Weltfrieden und zelebriert die Frage nach einer aggressiven Utopie.

DORIAN CONCEPT & JAZZWERKSTATT WIEN NEW ENSEMBLE

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© Rania Moslam

DORIAN CONCEPT & JAZZWERKSTATT WIEN NEW ENSEMBLE

Dorian Concept – Solist, Keys, Komposition
Sixtus Preiss – Drums
Manu Mayr – Ebass, Kontrabass
Peter Rom – Gitarre
Clemens Wenger – Klavier, Synthesizer
Leo Riegler – Electronics, TT, Voice
Clemens Salesny – Reeds
Daniel Riegler – Trombone

WE SHARE A DECADE“ lautete das Motto des ersten Aufeinandertreffens des international gefeierten Komponisten, Produzenten und Keyboardspielers Dorian Concept mit dem JazzWerkstatt Wien New Ensemble. Weil Dorian Concept 2014 ebenso ein rundes Jubiläum feierte wie die Jazzwerkstatt Wien, beschlossen die befreundeten Musiker beider Seiten, das im Rahmen eines Konzertabends im Wiener „brut“ gemeinsam zu zelebrieren. Nun folgt die Fortsetzung dieser erstaunlichen Kombination. Das 7-köpfige Ensemble interpretiert dabei die elektronischen Stücke komplett neu mit akustischen Instrumenten und in neuen Arrangements. Dorian Concept hat dabei als Komponist und Solist seine Finger mit im Spiel – „Vienna at it´s best“

JAZZWERKSTATT WIEN NEW ENSEMBLE

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© Rania Moslam

JAZZWERKSTATT WIEN NEW ENSEMBLE

Über das Ensemble

Das JazzWerkstatt Wien New Ensemble besteht seit Ende 2009. Es ist aus dem 9-köpfigen JazzWerkstatt Wien Workshop Ensemble hervorgegangen, mit dem die Musikerinitiative aus Wien bei renommierten Festivals wie dem Jazzfestival Saalfelden, dem Inntoene Festival und dem New Jazzfestival in Moers/D zum ersten Mal international in Erscheinung trat. Seit 2011 tritt das Ensemble in unterschiedlicher Besetzung auf und widmet sich in jedem Programm neuen Themen.

Über das neue Programm
„Sympathikus – Parasympathikus“

Kalkulation und Verspieltheit, Konstruktion und Überraschung: Das sind die Pole, zwischen denen die Musik des „JazzWerkstatt Wien New Ensemble“ (= „JWNE“) oszilliert. Zwar steckt ein strukturelles Grundgerüst hinter dem neuen Programm des Ensembles, doch nehmen die kompositorischen Bahnen von Daniel Rieglers „Sympathikus – Parasympathikus“ durch den spontanen Erfindungsgeist der sechs MusikerInnen unerwartete improvisatorische Wendungen. Es ist ein Programm der Gegensätze, mit dem das „JWNE“ im März 2014 auf eine kleine Tournee geht: „Sympathikus – Parasympathikus“ spielt auf die Antagonisten unseres Zentralnervensystems an und besteht dementsprechend aus zwei sehr verschiedenen Teilen. Der erste, auf den Sympathikus ausgerichtete Teil führt die Zuhörer mit komplex verdichtetem musikalischen Material an die Grenzen ihrer Wahrnehmung. Entsprechend relaxt ist dann der zweite, auf den Parasympathikus zielende Abschnitt der Komposition, der viele Freiräume für Improvisationen öffnet, aber dennoch eine Beziehung zum ersten Teil des Stücks entwickelt: um ein Gleichgewicht des Verschiedenen herzustellen. (Reinhard Kager)

Line-Up 2013/14:

 Agnes Heginger – Stimme
Sixtus Preiss – Electronics, Glockenspiel, Tam Tam
Daniel Riegler –Posaune, Komposition
Peter Rom – E-Gitarre, Akustische Gitarre
Clemens Salesny – Sopransaxophon, Klarinette, Bassklarinette
Bernd Satzinger – Kontrabass

Alte Programme und Veröffentlichungen (2010-13)


Das erste Album wurde in Kooperation mit dem GMEA (Groupe de Musique Electroacoustique d’Albi) in Frankreich aufgenommen und produziert. Es beinhaltet drei Suiten von Peter Rom, Daniel Riegler und Clemens Wenger und dokumentiert die ersten Schritte des aktuellen Experiments der JazzWerkstatt Wien. Im zweiten Programm widmeten sich alle Spieler auch als Arrangeure der Musik von Max Nagl, einem weiteren Freigeist der Wiener Jazzszene, welcher der Gruppe künstlerisch nahe steht. Diese Sammlung von zum Teil sehr alten Stücken des Saxophonisten und Bandleader wurde in Wien, Bern und Krems aufgeführt. In der Zusammenarbeit mit dem britischen Elektroniker Sam Britton alias Isambard Khroustaliov wurde dessen ‚Axiom‘ (Op.4 for JWW NewEnsemble), eine grafische Partitur, erarbeitet und im Rahmen einer ZOOM!-Night im WUK-Museum uraufgeführt.

archiv
202120192018201720162015
credit: Rea von der Liszt

A DAY IN THE LIFE

A DAY IN THE LIFE
JazzWerkstatt Wien Festival
12. – 18. September 2021

Live, an verschiedenen Orten der Stadt, und online präsentieren wir aktuelle musikalische Positionen.
Für das Programm zeichnen diesmal verantwortlich:
Manu Mayr, Peter Rom, Clemens Salesny, Rojin Sharafi, Clemens Wenger und Beate Wiesinger.
Mehr Informationen in Kürze!

„Woke up, fell out of bed
Dragged a comb across my head
Found my way downstairs and drank a cup
And looking up, I noticed I was late
Found my coat and grabbed my hat
Made the bus in seconds flat
Found my way upstairs and had a smoke
And somebody spoke and I went into a dream“

aus: ‚A Day in the Life‘, The Beatles

kontakt

JazzWerkstatt Wien
Wallensteinstraße 40/40
A-1200 Wien
ZVR Zahl: 059191016

www.jazzwerkstatt.com
info@jazzwerkstatt.at

JazzWerkstatt Records:
Clemens Salesny
info@jazzwerkstatt.at

Vertrieb:
Lotus Records
www.lotusrecords.at

Digital Distribution:
kudosdistribution.co.uk

About

Clemens Wenger, Peter Rom, Clemens Salesny, Manuel Mayr, Leo Riegler

Die JazzWerkstatt Wien gilt als vorwärts gerichtetes, mutiges und unkonventionelles KünstlerInnen-Kollektiv, als Institution, Knotenpunkt, Hafen, Inspiration und Wegbegleiter vieler internationaler Bands, MusikerInnen und KomponistInnen.

Bei ihrer Gründung im Jahr 2004 wurde die JazzWerkstatt Wien europaweit als radikales Vorreiter-Projekt gehandelt, von dem die renommierten Alten sagten: „So etwas hat es noch nie gegeben.“ Der Genius der Einzelperson war bis zum Umfallen zelebriert worden. In der Lonesome-Cowboy-Jazzkultur hatte man sich nicht einmal den Proberaum geteilt. Mit dieser Tradition hat die JazzWerkstatt Wien als erstes MusikerInnen-Kollektiv gebrochen und ihr Konzept wurde zur Inspiration für etliche nachfolgende Kollektive in anderen Städten.

Die JazzWerkstatt Wien stellt eine komplette Infrastruktur bereit, in der das Kollektiv sich selbst organisiert, um jene Bedingungen und Möglichkeiten in einer Szene zu schaffen, an denen es mangelt und die man sich als KünstlerIn wünscht.

Nicht KuratorInnen, KulturpolitikerInnen, VeranstalterInnen oder Geschäftstreibende fällen und tragen die wesentlichen Entscheidungen, sondern die KünstlerInnen selbst.

Die JazzWerkstatt Wien betreibt Medien- & Öffentlichkeitsarbeit, das Label JazzWerkstatt Records, veranstaltet Festivals und Konzerte, sucht in Bewerben nach der nächsten Generation an MusikerInnen und entwickelt interdisziplinäre Veranstaltungskonzepte.

Den Begriff des Jazz fasst die JazzWerkstatt Wien bewusst weit und sieht es als eine ihrer wesentlichen Aufgaben zeitgenössische Szenen abseits des Mainstream miteinander zu verbinden. Noise, Neue Musik, Klassik, Experimentelle Musik, Elektronische Musik – Jazz wird weniger als Genre betrachtet als in seinem gesellschaftspolitischen Kontext verstanden. Es geht nicht um eine bestimmte Art von Ästhetik, sondern um eine bestimmte Art Musik zu machen. (Kristin Gruber)

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