GIF89a Maja Osojnik Quartet – Oblaki So Rdeci – JazzWerkstatt Wien

Maja Osojnik Quartet – Oblaki So Rdeci

Maja Osojnik Quartet – Oblaki So Rdeci

JWR 02/06

1. Da jöra ta Banerina
2. Nocoj pa oh nocoj
3. Vsi su venci vejli
4. Iz zemlje gre v trsek
5. Hisa stevilka 203 (Frane Milcinski-Jezek)
6. Oblak so rdeci
7. Kaj ti je deklica
8. Smrt ma krive rebra
9. Rasti, rasti rozmarin
10. Zlata je zibka

Maja Osojnik – vocals, field recordings, soprano recorder
Philipp Jagschitz – piano, reed organ
Bernd Satzinger – bass
Michael Prowaznik – drums

Guests:
Michael Bruckner – guitar
Clemens Salesny – bassclarinet
Matija Schellander – electronics, field recordings, processing
Clemens Wenger – accordion

Recorded & mixed: Werner Angerer
Mastered: Martin Siewert at Motone Sound Services, Vienna
Photos: Rania Moslam, Jochen Fill/3007
Design & Layout: Eva Dranaz/3007
Recorded: September 2006, Studio Soundborn, Vienna

Jörg Konrad, Jazzpodium, Februar 2008

(...) Und auch in der Begleitband um die slowenische Sängerin Maja Osojnik ist Bernd Satzinger mit von der Partie. Auf “Die Wolken sind rot” sind es fast ausschließlich slowenische Volkslieder die im Mittelpunkt der Interpretation stehen. Die wunderbar weichen und melancholischen Melodien werden von der Band in ein feines jazzmusikalisches Netz gewebt und behalten dadurch ihren einfachen wie berührenden Charakter. Maja Osojnik unterstützt mit ihrem unprätentiösen Gesang diese sinnlichen Nuancen stimmungsvoll und entwirft ein poetisches Weltbild von Intensität und Eindringlichkeit. (...)

Harald Justin, Jazzzeit Nr. 64, Jänner/Februar 2007

Singen kann sie, die Maja Osojnik, mit dunklem Timbre. Und sie kommt aus Slowenien, und lebt in Wien. Das hat Vor- und Nachteile. Zu letzteren gehört, dass sie Heimweh hat. In ihrem Kopf spuken Lieder der alten Heimat. Was also tun in der neuen? Glücklicherweise bietet Wien den Vorzug vieler musikalischer Talente. Also entstand rund um die Talentschmiede der JazzWerkstatt ihr Debüt mit auf Jazz getrimmten Liedern aus Slowenien. Klage- und Todeslieder, Geschichten aus der Nachbarschaft, mithin eine Sammlung der, so sagt sie, „traurigsten, mir liebsten slowenischen Volkslieder.“ Die Verjazzung indes macht nicht immer glücklich: da stören modernes Jazz-Piano-Spiel oder Scat-Gesang die Anmut slowenischer Liedern schon ein wenig. Wenn allerdings Maja Osojnik mit ihrem Gesang die Lieder zur Gänze bestimmt, wenn die Bandmitglieder als Kollektiv und weniger als Solisten aufspielen und damit allein den Liedern dienlich sind, dann kann man mit auf die Reise gehen. Nach Wien oder Slowenien.

Stephan Sperlich, skug magazine, Jänner 2007

Was Jazz anbelangt bin ich ja ein völliges Nackerbatzel, das Miles nicht von Davis unterscheiden kann. Die Zahl der nachweislich wunderbaren Jazzplatten die mich ratlos hinterlassen haben ist Legion. Umso schöner, wenn ich ein Album in die Hand bekomme, das mir nicht erneut meine Unzulänglichkeit beweist und mich Fach-/Krachidiot charmant abholt ohne laut o. ä. werden zu müssen. Dies hier ist so eines. Die in Wien lebende slowenische Musikerin hat sich als Blockflötistin, Sängerin und Elektronikerin in verschiedensten Projekten alter, neuer, experimenteller und heftiger Musik einen Namen gemacht. Nun legt sie auf ihrer Soloplatte Arrangements slowenischer Volkslieder für ihr Jazzquartett vor. Klingt jetzt nicht wie die Neuerfindung des Rades, ist aber eine äußerst spannende Sache, da »Oblaki so rdeci« weit über eine bloße »Verjazzung« von Folklore hinausgeht. Denn die beiden Idiomatiken werden nicht krampfhaft verquickt, sondern in einen viel weiteren Rahmen gestellt. Experimentelles und Abstraktes haben Platz, Stücke machen unerwartete Kehrtwendungen, es wird wild, witzig und bissig. Zusammengehalten wird dieses Panoptikum durch die Qualität der Instrumentalisten und die Intelligenz der Arrangements, hauptsächlich aber durch Maja Osojniks Stimme, bei deren dunklem Timbre ich sowieso sofort schmelze. Ein vor Ideen schier platzendes Album, trotzdem unprätentiös und höchst unterhaltsam. Darauf jetzt ein Kokta!

€13.00Preis:
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