Salesny/Schabata/​​Preuschl/Joos

Line-Up:

Clemens Salesny – Saxophon/Bassklarinette

Woody Schabata – Vibraphon

Raphael Preuschl – Bass

Herbert Joos – Flügelhorn/Trompete

(Joos) fordert von Trompete oder Flügelhorn (…) tonal das Äußerste und erzeugt ein verrauschtes Tonflüstern, das nur unwillkürlich von einem pfeifenden Winseln oder kurzen Kreischen durchbrochen wird. Und geht’s einmal in Richtung Extase, dann schreit’s schon mal vor und hinter dem Blasmetall. Saxofonist Clemens Salesny ist in seinem Ausdruck mindestens genauso variabel. Die Instrumente der beiden sprechen mit zwei Stimmen aus einem melodischen Mund, so präzise und selbstverständlich gehen sie ineinander über, fordern sich, kommentieren sich – die Auflösung des Solos, wie man es kennt ins freundschaftliche Dauerduett (…)

In den Händen dieser Musiker sind Instrumente Objekte eines zweckfreien, experimentierfreudigen Spiels mit offenem Ausgang: Letztlich reichen sich hier Musikalität und waches Denken einmalig die Hände. Eine sensibel ausgeklügelte Einführung in das moderne Hören, auf die man keine zweite Zugabe mehr setzen kann – auch wenn es das Publikum noch so wünscht.

(Frank Müller, Passauer Neue Presse)

(…) eine Brücke über die Generationen – von den zwei jungen Bilderstürmern der Jazzwerkstatt Wien, Clemens Salesny (Saxofone und Bassklarinette) und Raphael Preuschl (Bass), über den „mittelalten“ Woody Schabata (Vibrafon) bis hin zum 67-jährigen Joos (der gebürtige Karlsruher ist sozusagen „Beute-Österreicher“). Die Musik auf dieser CD ist: fantastisch. Sie ist cool, ohne kühl zu sein, sie ist intellektuell, ohne kopflastig zu sein, sie ist emotional, ohne kindisch zu sein – und sie ist durch und durch europäisch, ohne jedoch das US-amerikanische Jazz-Erbe aus den Ohren zu verlieren. Die vier kommunizieren auf einem so hohen Niveau miteinander, wie man es nur noch selten zu hören bekommt: Die Partner auf Augenhöhe im Blick behaltend, entwickelt man ein Geflecht aus Improvisations-Ideen – mal schlicht und einfach gestaltet, mal komplex und raffiniert entworfen, stets riskant, frisch und frech gespielt. Ein großer Wurf, der Salesny, Schabata, Preuschl und Joos hier geglückt ist.

(Martin Laurentius, jazz thing)

(…) Die eigenwillige Besetzung mit zwei Bläsern, Vibraphon und Bass klingt (…) einzigartig (…), weil man jederzeit spürt, dass alle an einem Kompositions- und Improvisations-Strang ziehen und so vehement Spannung erzeugen. Jazz aus Österreich ist eben vieles zu gleichen Teilen: humorig, fordernd, lyrisch schön, entspannend und funky.

(Christian Bakonyi, jazzzeit)

St. Marx / comp. Woody Schabata

Sound Stone / comp. Clemens Salesny

Tahmine / comp. Raphael Preuschl